Wie fördere ich mein Baby?

Nie lernen wir Menschen so viel wie in unserer Kindheit. Von Geburt an und sogar schon davor sammeln wir Erfahrungen und lernen so fürs Leben.

Wir Eltern können unsere Babys auch wunderbar zusätzlich fördern:

  • Mit Liedern und Fingerspielen
  • Mit Babymassage
  • Mit Lichtspielen oder
  • Durch Interaktionsspiele
  • Durch Unterstützung der Motorik
  • Die Möglichkeiten sind vielfältig. Ich habe Ihnen einige zusammengeschrieben. Es ist wichtig zu versuchen, alle Sinne anzusprechen.

Welche Fähigkeiten können gefördert werden?

Zu fördernde FähigkeitWie wir die Fähigkeit fördern können
Nacken- und KopfmuskulaturFingerspiele, Lichtspiele oder Interaktionsspiele
SelbstregulationLichtspiele, Lieder, wippen, schaukeln oder nuckeln
GreifenSpielzeug vorhalten, geben oder wieder abnehmen, Mobile oder Spielbogen
DrehenWenn das Baby in Bauch oder Seitenlage ist, Spielzeug daneben legen bzw. damit spielen.
AufstützenSich Kopf an Kopf legen und dabei anreden, anlächeln. Spielzeug langsam vor Ihrem am Bauch liegenden Baby hin und her bewegen.
Vierfüßler StandBaby auf den Bauch legen und mit Ihren Händen unter dem Bauch sanft anheben.
KrabbelnBaby am Bauch oder im Vierfüßlerstand begeben und spannendes Spielzeug langsam von ihm weg bewegen.
Sitzen / StehenBitte hier Ihr Baby selbst machen lassen und „nur“ hilfreich unterstützen, loben, applaudieren und Gefahren aus dem Weg schaffen.
GehenGeben Sie Ihrem Kind Sicherheit. Sie können sich vor ihm/ihr hinknien und die Arme ausbreiten. Damit hat es eine Anlaufstelle. Ermuntern Sie mit Lob und Hand geben.
BindungBabymassage, Fingerspiele, tiefer Blickkontakt oder kuscheln
AufmerksamkeitFingerspiele, Lichtspiele, Interaktionsspiele, Rassel oder Ähnliches hin und her bewegen
Fördern

Lieder und Fingerspiel

Rhythmische Babylieder machen den meisten Babys Spaß, wirken beruhigend und fokussieren die Aufmerksamkeit auf Sie. Perfekt, wenn Sie das mit Fingerspielen kombinieren können. Babys sind von den Fingern dann so fasziniert, dass Sie Ihnen natürlich nachschauen. Das trainiert die Aufmerksamkeit und auch die Nacken- und Augenmuskulatur. Unsere Babys müssen diese ja erst trainieren. Anfänglich können sie den Kopf noch nicht heben und drehen und die Augen machen auch noch manchmal, was sie wollen. Mit Fingerspielen fördern Sie die Entwicklung dieser.

Lieder und Fingerspiele, wie zum Beispiel „Zehn kleine Zappelfinger“ finden Sie massig auf YouTube.

Babymassage

Massieren Sie Ihr Baby mit ruhigen gleichmäßigen kreisenden Bewegungen. Dabei können Sie ruhig alle Körperregionen einbeziehen oder auch nur einzelne Teile, wie Bauch, Arme oder die Füßchen. Etwas Babyöl auftragen und behutsam los massieren. Lassen Sie Ihr Baby teilweise angezogen, so ist es vor Kälte geschützt. Und versuchen Sie stets eine Hand auf Ihrem Baby zu belassen.

Es stärkt die Bindung zwischen Ihnen und lässt Ihr Baby durch die angenehmen Berührungen sich spüren. Auch wenn es seinen Körper noch nicht so wahrnimmt wie wir, schulen Sie so die Nervenbahnen und die gesamte Sensorik. 

Hier eine Videoanleitung einer Hebamme:

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Lichtspiel

Am besten machen Sie das in etwas abgedunkelten Räumen mit der Taschenlampe. Dann können Sie auch auf Schattenspiele noch umsteigen. Aber auch leuchtende Mobiles haben einen ähnlichen Effekt. Außer, dass Sie die Muskulatur nicht so stark trainieren. 

Auch das fördert die Aufmerksamkeit und die notwendige Halsmuskulatur. Außerdem bereiten Sie so Ihr Baby darauf vor, Methoden zu entwickeln, sich selbst beruhigen zu können.

Interaktionsspiele und Unterstützung der Motorik

Köpfchen heben und weitere Bewegungen

Um das Heben des Köpfchens zu fördern, legen Sie Ihr Baby auf einer Decke am Boden und legen Sie sich ihm gegenüber, sodass Sie Kopf an Kopf liegen. Ihr Baby ist natürlich bestrebt, Sie anzusehen und wird es auch versuchen.

Auch sich drehen, sich aufstützen und krabbeln können so gut gefördert werden. Legen Sie sich oder ein interessantes Spielzeug neben Ihr Baby, wenn Sie auch noch damit quietschen ist die Aufmerksamkeit bestimmt geweckt. Ihr Baby wird wahrscheinlich versuchen, es zu erreichen und versuchen, sich zu drehen. 

Aufstützen und Krabbeln

Wenn Sie mit dem Spielzeug vor Ihrem am Bauch liegenden Baby liegen, wird es versuchen dieses zu greifen. Besonders, wenn Sie es langsam hin und her bewegen. So wird sich Ihr Baby bald aufstützen.

Möchten Sie es zum Krabbeln anregen, hilft es ein spannendes Spielzeug vor Ihrem am Bauch liegenden Baby hinzulegen und langsam von ihm wegzubewegen. Geben Sie ihm/ihr die Chance, es auch zu erreichen. Das steigert die Motivation. Achten Sie auf einen griffigen, nicht rutschigen Untergrund.

Greifen und andere Bewegungen

Spielzeug eignet sich zur Anregung fast aller Bewegungen, auch Greifen zum Beispiel. 

Um den Vierfüßlerstand zu fördern, können Sie Ihr Kind auf den Bauch legen und es vorsichtig mit den Händen unter dem Bauch anheben. 

Sitzen, stehen, laufen

Beim Sitzen, Stehen, Laufen würde ich davon abraten, Ihr Baby gezielt zu fördern. Unterstützen Sie es und bieten Sie ihm die Möglichkeit dafür. Also lassen Sie es am Boden und stellen Sie sicher, dass so viele Gefahren wie möglich aus dem Weg geräumt sind und reichen Sie ihm Ihre Hand, wenn es danach verlangt.

Worauf sollten Sie achten

  • Wenn Ihr Baby Anzeichen von Müdigkeit zeigt, hören Sie auf. Überfordern Sie es nicht. 
  • Generell ist es ungünstig, mit Ihrem Baby zu üben, wenn es müde ist, Hunger hat, gerade weint oder gar krank ist.
  • Sitzen, stehen, laufen sollten Sie keinesfalls üben, bevor Ihr Kind es von selbst probiert und auch körperlich bereit dazu ist. Das kann Ihrem Baby schaden! Sackt es dabei zusammen, ist es wahrscheinlich noch nicht der richtige Zeitpunkt.
  • Achten Sie dabei der Verwendung von Spielzeug auf unterschiedliche Beschaffenheit der Gegenstände. So lernen Ihre Babys auch gleich, wie sich die unterschiedlichen Materialien anfühlen. Auch wenn Sie es noch nicht benennen können, ist es dennoch wichtig für ihre Erfahrung und die Entwicklung der Nervenbahnen. 
  • Achten Sie vor allem darauf, dass Ihr Kind auf einem sicheren Untergrund liegt, also nirgends herunterfallen kann und dass ihm warm ist. Auch nicht gleich nach dem Schlafen oder Essen. Ihr Baby ist in diesen Phasen ohnehin nicht aufnahmebereit. Davon abgesehen, kann es Unbehagen auslösen. Wenn Sie mehr zur Schlafdauer wissen wollen, erfahren Sie das in diesem Artikel.
  • Üben Sie nur wenige Minuten am Stück mit Ihrem Baby. Je kleiner, desto kürzer. 5 - 10 Minuten reichen völlig.

Wann kann mein Baby sitzen, krabbeln, laufen oder Ähnliches?

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kindergesundheit-info.de, CC BY-NC-ND
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