Wie man Kinder fördern kann

Wir als Eltern oder auch Pädagogen wollen nur das Beste für unsere Kinder. Sie sollen sich bestmöglich entwickeln und zu gesunden und starken Menschen heranreifen. Dabei wollen wir sie natürlich auch tatkräftig unterstützen und fördern.

Die Auswahl und Möglichkeiten sind groß und oft wissen wir gar nicht wo oder auch, wie wir anfangen sollen. Darum habe ich in diesem Beitrag alle wesentlichen Informationen rund ums Fördern von Kindern zusammengetragen. Hier erfahren Sie:

  • Was Sie bei Kindern fördern können
  • Wie Sie Kinder fördern können
  • Ab wann wir unsere Kinder fördern sollten
  • Ob fördern immer gut ist
  • Ob man zu viel fördern kann
  • Was eigentlich der IQ ist und was er aussagt
  • Wie Sie Intelligenz bei Kindern erkennen
  • Was Basiskompetenzen sind
  • Was unterschiedliche Bildungsbereiche sind

Entwicklung unserer Kinder fördern

Die Entwicklung unserer Kinder ist für uns Eltern, aber auch für Pädagogen, ein essenzielles Anliegen. In unserer Gesellschaft herrscht natürlich auch ein gewisses Wettbewerbsdenken. Das ist nicht unbedingt schlecht, dennoch sollten wir es im Auge behalten, wenn es um unsere Kinder geht. Übersteigerter Ehrgeiz erzeugt bei unseren Kindern nämlich Stress und bewirkt dann wahrscheinlich eher das Gegenteil von Fördern. Ehrgeiz ist wichtig, aber Überforderung, Vergleichen mit anderen und Druck ist fehl angebracht, wenn es um die Förderung unserer Kinder geht.

Förderung gibt es in fast allen Entwicklungsbereichen. Ich habe hier alles rund ums Fördern für Sie zusammengeschrieben:

Wie kann ich mein Kind fördern?

Das beste Mittel, um Kinder zu fördern ist, mit ihnen zu spielen. Spielen fördert, je nach Spiel, viele grundlegende Fähigkeiten. Zusätzlich motiviert es die Kinder, da es Freude und Spaß macht und vor allem ohne Druck passiert. Dabei sind Bewegungsspiele genauso wichtig, wie Rollenspiele, spielen mit anderen Kindern oder später Sport und Gesellschaftsspiele.

Eine wichtige Voraussetzung um unsere Kinder zu fördern ist, dass ihre Grundbedürfnisse erfüllt sind. Kinder, die hungrig, müde oder durstig sind, sind nicht aufnahmefähig. Aber unsere Kinder müssen sich auch sicher fühlen. Je kleiner sie sind, desto wichtiger sind wir Eltern und andere Bezugspersonen als zuverlässige Anlaufstelle in der Nähe. Mehr Informationen über sichere Bindung und wie sie diese gezielt fördern können, habe ich in diesem Artikel für Sie zusammengeschrieben.

Was wird bei Kindern gefördert?

Kinder sind ein wenig wie ein unbeschriebenes Blatt. Natürlich bringen sie Anlagen durch ihre Gene mit und ihre eigene Persönlichkeit, aber im Prinzip müssen sie noch alles lernen. Und alles, was gelernt werden kann, können wir auch zusätzlich fördern. Die Betonung liegt hier auf KÖNNEN, wir müssen aber natürlich nicht.

Gefördert werden im Allgemeinen die verschiedenen Fähigkeiten. Von den Basiskompetenzen bis hin zu speziellen Interessen ist hier alles möglich. Und das natürlich auch in allen Bereich, sei es Kreativität, Bewegung, Naturwissenschaften, Sprachen und so weiter. Die meisten (Grund-)Fähigkeiten entwickeln sich natürlich auch von allein. Bei den einen manchmal schneller als bei anderen. Das ist alles kein Grund zu Sorge oder auch kein Grund zu fördern. Außer ihr Kinderarzt empfiehlt es oder eine Entwicklungsproblematik ist bekannt. Aber, wenn es Ihnen und Ihrem Kind Spaß macht, dann ist es natürlich auch etwas Tolles und sinnvoll. Fördern ist eigentlich nichts anderes, als üben und trainieren. Wie bei allen, ergibt es keinen Sinn das mit Druck durchzusetzen und auf Biegen und Brechen zu üben. Spaß an der Sache steht im Vordergrund, sonst erzielen wir nur das Gegenteil bei unseren Kindern.

Ab wann sollte man Kinder fördern?

Kinder zu fördern, ist von Beginn an wichtig, wenn wir damit unterstützen meinen. Für sie da zu sein und auf sie zu reagieren, ihnen helfen, wenn sie was brauchen ist auch fördern und das ist schon im Babyalter sinnvoll.

Gezieltes Fördern bestimmter Eigenschaften ist im Prinzip nur dringend notwendig, wenn eine Art von Defizit in einem Bereich besteht. Aber natürlich tut es allen Kindern gut, Interessen zu vertiefen. Allerdings kann fördern auch negative Auswirkungen haben, dazu gleich noch mehr.

Generell gilt:
1. Zeigt sich ein Interesse in einem bestimmten Bereich, ist es sinnvoll, Ihrem Kind eine intensivere Auseinandersetzung damit zu ermöglichen.

2. Wenn sich Ihr Kind mit etwas sichtlich schwertut, ist es ebenfalls sinnvoll, hier ihr Kind spielerisch zu fördern, damit es auch positive Erfahrungen darin sammelt.

Ist fördern immer gut?

NEIN. Kinder fördern ist nicht immer gut und sinnvoll. Es ist immer dann unnütz, wenn das Fördern mit Stress, Frust, Streit und Druck verbunden ist. In diesem Fall hat Fördern nämlich sogar negative Auswirkungen, da die aufkommenden Emotionen natürlich mit der Lernsituation verbunden werden. Das bedeutet, wenn sich ihr Kind in der Fördersituation nicht wohlfühlt, weil es Angst hat oder weil es ständig frustriert ist, dann wird es wahrscheinlich über kurz oder lang dazu tendieren, dieser Situation aus dem Weg zu gehen. Daher ist es wichtig, Kinder mit Spaß, spielerisch und ohne Druck zu fördern. Egal, um welche Fähigkeit es sich dabei handelt.

Kann man zu viel fördern?

Das hängt von der Herangehensweise ab. Eigentlich können wir unsere Kinder nicht zu viel fördern. ABER: Natürlich brauchen unsere Kinder auch Freizeit. Also Zeit, in der sie machen können, was sie wollen. In der sie ungestört ihrem Spiel nachgehen können und ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. Und am besten natürlich auch ohne Zeitdruck. Fördern ist gut und sinnvoll, solange es nicht zur Belastung für die Familie wird. Das zu viel Fördern kann natürlich auch uns als Eltern betreffen. Denn entweder wir fördern unsere Kinder oder wir bringen sie wohin, wo sie gefördert werden. Das bedeutet auch immer einen Zeitaufwand und viel Organisation. Auch für uns Eltern kann es also zu viel sein, wenn wir unsere Kinder dreimal die Woche wohin bringen „müssen“. Es ist auch beim Fördern wichtig, dass es für alle passt und dass niemand überfordert wird, weder unsere Kinder noch wir.

Außerdem ist die Individualität des Förderns essenziell. Es braucht Feingefühl und das hinten Anstellen von verinnerlichten Wettbewerbsgefühlen gegenüber anderen.

Tipp
Die Förderung muss an den Fähigkeiten des Kindes angepasst sein, um nicht zu überfordern.

Für interessierte Leser

Hier habe ich einen interessanten Beitrag für Sie von Dr. Werning von der Universität Hannover. Er handelt vordergründig von Inklusion, aber auch von der Überforderung im Schulsystem. Ich finde, der Beitrag bietet gute Ansätze und Impulse zum Nachdenken.

Intelligenz bei Kindern fördern

Intelligenz ist eine wichtige Komponente. Es ist die Grundvoraussetzung zum Erlernen aller Fähigkeiten. Allerdings gibt es unterschiedliche Art von Intelligenz.

Wie entwickelt sich die Intelligenz bei Kindern?

Die Intelligenz ist ein Zusammenspiel aus unseren Genen und dem, was wir daraus machen. Unterschiedliche Forscher streiten seit Jahrzehnten über dieses Thema, was mehr Einfluss und Auswirkung hat. Fakt ist, beide Komponenten, sowohl die Gene, als auch die Umwelteinflüsse, sind ausschlaggebend für die Entwicklung der Intelligenz. Was schwerer wiegt, ist jedoch noch nicht abschließend bewiesen.

Und genau deshalb ist es auch wichtig, unsere Kinder zu fördern und zu unterstützen. Ja, sie haben eine Veranlagung und sie entwickeln viele Eigenschaften und Fähigkeiten über die Zeit von selbst. Müssten wir Ihnen alles aktiv und absichtlich lernen, würden wir als Menschheit wahrscheinlich nicht weit kommen. Dennoch ist es gut für die Entwicklung unserer Kinder, wenn wir sie dort unterstützen, wo sie es benötigen.

So fällt ihnen das Erlernen leichter und es macht ihnen wahrscheinlich auch mehr Freude. Sie fühlen sich dann nicht alleingelassen und es stärkt so zusätzlich die Bindung, aber natürlich auch den Selbstwert. Und sollte einmal etwas nicht nach Plan laufen, können wir so, schnell und leicht eingreifen und unseren Kindern zeigen, wie sie am besten mit der Situation umgehen können.

IQ: Was ist das überhaupt?

Der Intelligenzquotient ist eine Kenngröße, der von William Stern 1912 zur Berechnung der Intelligenz entwickelt wurde. Hierbei wird das Intelligenzalter durch das Lebensalter dividiert und mal Hundert gerechnet.

Das Intelligenzalter wird dabei so ermittelt. Es werden Aufgaben nach Alter gruppiert. Es gibt also Aufgaben, welche einem bestimmten Alter zugeordnet werden. Wenn nun ein sechsjähriges Kind alle Aufgaben von 1 bis 6 Jahren löst und keine weitere ab 7, ergibt das ein Intelligenzalter von 6 Jahren. Das ergibt dann einen IQ von 100.

Heutzutage wird das Ergebnis dann mit der Normalverteilung des jeweiligen Alters oder auch Geschlechts verglichen. So kann man einschätzen, wie die Intelligenz in Bezug auf Personen, im gleichen Alter zum Beispiel verteilt ist. Viele Tests verwenden heute auch eher die Prozentränge (PR). Auch hier wird der erreichte Wert mit einer relevanten Gruppe verglichen. Der Prozentrang sagt dann aus, wie viele Leute in der gleichen Gruppe (Alter, Geschlecht …) in Bezug auf die Fähigkeit schlechter oder gleich gut sind. Erst der Vergleich mit den Werten der Gruppe, die für die Untersuchung relevant ist, lässt eine zuverlässige Aussage über das Ergebnis zu.

Wie erkenne ich, ob mein Kind intelligent ist?

Natürlich gibt es eine Reihe sogenannter Intelligenztests. Allerdings ist so ein Test nicht unbedingt notwendig, um zu erkennen, ob Ihr Kind intelligent ist. Intelligenz ist nicht nur alles Schulische, sondern auch bei praktischen oder kreativen Fähigkeiten zu finden.

Sternberg beschreibt die effiziente Intelligenz aus Triade von analytischer, kreativer und praktischer Intelligenz. Diese beeinflussen einander. Alle drei sollten ausgewogen eingesetzt werden, um seine Lebensziele zu erreichen und im Kulturkreis Erfolg zu haben. Daher lässt sich Intelligenz auch einfach beobachten.

Weiß Ihr Kind, dem Alter entsprechend, wie es sein Ziel erreicht? Wenn Ihr Kind:

  • Strategien anwendet, um Probleme zu lösen,
  • neue Wege findet,
  • sich anpassen kann,
  • selbst gestaltet und
  • sich selbst auch regulieren kann, um ein Ziel zu erreichen.

Dann können Sie davon ausgehen, dass Ihr Kind intelligent ist.

Aber natürlich ist es besonders eine Frage des Alters, was Ihr Kind davon schon kann und wie es diese Fähigkeiten umsetzt. Ein zweijähriges Kind besitzt wahrscheinlich einfach noch nicht die Fähigkeit, seine Wut über ein missglücktes Bauwerk so stark zu regulieren, dass es darüber hinwegsieht und einfach einen neuen Turm baut.

Aber wir können zum Beispiel beobachten, dass es immer wieder dazulernt beim Turmbauen und entdeckt, wie es den höchsten Turm bauen kann oder wie er stabil wird.

Sind Krippenkinder schlauer?

Ob Krippenkinder schlauer sind als Kinder, die keine Krippe besuchen, ist allgemein nicht zu beantworten. Der Besuch einer Krippe und Intelligenz hängen zumindest nicht direkt zusammen. Es kommt viel mehr darauf an, welche Voraussetzungen das Kind selbst mitbringt und natürlich, wie es von den Eltern und anderen wichtigen Bezugspersonen unterstützt wird.

Dabei meine ich nicht unbedingt das Fördern der Kinder selbst, sondern viel mehr die Eltern-Kind-Beziehung und deren Auswirkung auf die Entwicklung. Kinder mit einer unsicheren Bindung werden sich in einer guten Krippe wahrscheinlich günstiger entwickeln als zu Hause. Es hängt natürlich auch stark von der Krippe ab.

Prinzipiell gilt, je mehr Betreuer und je weniger Kinder, desto günstiger für die Bildung. Also, optimal ist eine 1:1 Betreuung wie zu Hause. Allerdings haben Kinder, die Erfahrungen mit Gruppen haben, anfänglich Vorteile in den sozialen Komponenten. Das ist schlicht auf die Erfahrung und dem damit einhergehenden Lernprozess zu erklären. Kinder, die keine Krippe besucht haben, können diese Erfahrung aber natürlich auch zu Hause mit anderen sammeln oder holen es schnell im Kindergarten nach.

IQ-Tests: Wie aussagekräftig sind sie bei Kindern?

Es gibt Intelligenztest, die aussagekräftig sind und welche, die schlichtweg Betrug sind. Es gibt genormte und nach DIN Norm geprüfte und durchgeführte Intelligenztests. Diese sind sehr zuverlässig. Sie werden von Psychologen oder deren Angestellten durchgeführt.

Alle Intelligenztests in Zeitungen, Magazinen oder auch online im Internet sind nicht aussagekräftig und zuverlässig!

Natürlich muss man auch das Alter der Kinder bei den Tests berücksichtigen. Es gibt zwar Test für Kindergartenkinder, aber die Bandbreite dieser Test für die ganz Kleinen ist natürlich eingeschränkt. Die meisten Intelligenztests werden tatsächlich im schulischen Bereich und zur Berufswahl eingesetzt.

Die häufigsten sind der Stanford-Binet-Test (SIT) ab einem Alter von 2 Jahren, der Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder (HAWIK-V)von 6 bis 10 Jahren und das Adaptive Intelligenzdiagnostikum 3 (AID 3) für Kinder von 6 bis 12 Jahren.

Verändert sich der IQ?

Hier müssen wir bei einer jahrzehntelangen Diskussion einsteigen. Seit den 1970er-Jahren streitet die Psychologie, ob Intelligenz vererbt ist oder ob sie durch die Umwelt maßgeblich beeinflusst wird. Wir müssen mittlerweile davon ausgehen, dass bei Faktoren, Anlage und Umwelt, maßgeblich zur Entwicklung der Intelligenz beitragen.

Daher: ja, den IQ können wir beeinflussen und verändern. Wir können die Fähigkeiten unserer Kinder fördern, sie unterstützen und sie motivieren. Wir können sie resilient (resistent) gegenüber „schädlicher“ Faktoren, wie Stress, Mobbing, Krisen, Belastungen machen. Das hilft ihnen dabei, sich weiterzuentwickeln, sich weiterzubilden und ihren Blickwinkel zu erweitern.

Über Jahre kann das dann zu einer Veränderung des IQs führen. Allerdings können Misshandlungen zum Beispiel auch zu einer Verringerung des IQs führen.

Schach spielen fördert ebenfalls

Wie wird mein Kind intelligent?

Hierzu gibt es natürlich zahlreiche Studien, die primär Faktoren wie Herkunft, Einkommen, Bildung und vieles mehr betreffen. Aber, um es einfach zu sagen und individuell zu halten: Kinder werden intelligent, wenn sie unterstützt werden, ihr Ziel zu erreichen und ihnen unterschiedliche Wege, Lösungen und Ansätze gezeigt werden, wie sie Situationen klären oder Lösungen suchen können.

Die Fähigkeiten sollten breit gestreut sein und sie sollten in der Lage sein, mit ihren individuellen Vorlieben und Können ihre Ziele zu erreichen und sich in der Gesellschaft einfügen und auch behaupten können. Hier geht es nicht um einzelne hervorstechende Fähigkeit, sondern darum, nicht hilflos zu sein, sich was auszudenken, auch wenn keine vorgefertigte Lösung parat liegt.

Wie wird mein Kind klug?

Ich glaube, fast alle Eltern wünschen sich das und suchen nach Wegen, wie sie die Intelligenz Ihrer Kinder fördern können. Klug sein, bedeutet nicht unbedingt, dass ein Kind nur gute Noten in der Schule bekommt, sondern auch, dass es überlegt handelt, für sich selbst einstehen kann, mit Problemen gut umgehen kann und weiß, wo es Hilfe bekommt.

Achtung
Nur, wer selbst handelt, lernt.

Klug sein bedeutet also ein Riesenpaket an Fähigkeiten und Kompetenzen aufzubauen. Manche Kinder benötigen vielleicht dabei mehr Unterstützung von außen als andere. Für uns Eltern ist es daher wichtig, zu erkennen, wo unsere Kinder Unterstützung brachen und für sie da zu sein. Wir sollen ihnen helfen, sie unterstützen, ihnen aber nichts abnehmen.

Kompetenzen bei Kindern fördern

Meistens, wenn wir von Fördern reden, meinen wir bestimmte Kompetenzen. Also Dinge, die unsere Kinder können sollten. Aber was gibt es da eigentlich alles?

Was sind Basiskompetenzen bei Kindern?

Die verschiedenen Basiskompetenzen lassen sich in verschiedene Kompetenzbereiche weiter unterteilen. Hier eine Übersicht:

  • Physische und körperbezogene Kompetenzen
    Hier spielen hauptsächlich die Grob- und Feinmotorik eine wesentliche Rolle. Dadurch schaffen unsere Kinder es, ein gutes Selbstwertgefühl aufzubauen und motorische Anforderungen zu meistern.
  • Soziale und emotionale Kompetenzen
    Unsere Kinder benötigen soziale und emotionale Fähigkeiten, um Freundschaften aufzubauen und andere soziale Interaktionen auch positiv gestalten zu können.
  • Werte und Regelverständnis
    Soziale und gesellschaftliche Normen und Regeln in Gruppen und im sozialen Miteinander sind wichtig, damit sich unsere Kinder in Gruppen und in der Gesellschaft zurechtfinden und positive Erfahrungen machen können. Oder später diese natürlich auch infrage stellen können. Regeln geben unseren Kindern aber auch Sicherheit und Halt.
  • Kognitive Kompetenzen und Ressourcen
    Alle Sinne, Aufmerksamkeit, aber auch Schlussfolgern, Logik und Sprache gehörten zu den wichtigsten kognitiven Kompetenzen. Diese dienen unseren Kindern natürlich auch als Ressourcen, die sie nutzen können, um Probleme und alltägliche Situationen zu meistern.
  • Verantwortung
    Verantwortung zu übernehmen, war lange eine Sache für Erwachsene. Heute wissen wir, dass Verantwortung für sein eigenes Tun und Handeln schon in der frühen Kindheit wichtig ist. Unsere Kinder tragen auch Verantwortung, denn ihre Handlungen haben Auswirkungen auf sie selbst und auf andere.
  • Lernmethodische Kompetenz
    Eine Basiskompetenz stellt auch das Lernen an sich dar. Wie lerne ich am besten, wie kann ich mir was merken und wie gelingt es mir leichter, mir Wissen anzueignen?

Wie stärken wir Basiskompetenzen?

Natürlich entwickeln sich die Basiskompetenzen schon im Kindergartenalter recht weit, allerdings gibt es immer Bereiche, die weiterentwickelt und vertieft werden können. Wie gelingt uns Eltern das nun?

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Physische und körperbezogene Kompetenzen

Spiel im Freien, spielen drinnen, auf Bäume klettern, am Randstein balancieren, Ball spielen, Sportkurse. Alles, was mit Bewegung zu tun hat und sich selbst auszuprobieren, ist hier hilfreich. Aber natürlich gehört auch die Ernährung und Wissen rund um unseren Körper dazu.

Aber auch die Feinmotorik zählt zu diesem Bereich. Hier finden Sie einen Artikel über die Feinmotorik inklusive Schwungübungen um die Feinmotorik für das Schreiben und zeichnen lernen zu stärken.

Soziale und emotionale Kompetenzen

Auch für die soziale und emotionale Kompetenz bieten Spiele in allen Formen einen guten Ansatzpunkt. Das Miteinander wird geübt, aber auch das Aushalten von Frust oder das Zurückstellen der eignen Bedürfnisse. Auch gewisse soziale Regeln und üben der Kommunikationsregeln sind hier vorteilhaft. Hierzu sind besonders auch Spiele oder Aktionen in Gruppen nötig.

Werte und Regelverständnis

Werte werden vor allem durch das Vorbild sein gefördert. Hier können sich unserer Kinder das Verhalten einfach bei uns abschauen und lernen so, wie Sie sich verhalten sollten. Auch zum Thema Vorbildwirkung gibt es einen eigenen Artikel.

Natürlich gehört es aber genauso dazu, diese Werte und Regeln anzusprechen. Im Moment direkt zu veranschaulichen und zu besprechen und eventuelle Alternativen bieten. So ist es für unsere Kinder nachvollziehbarer und sie können sie leichter anwenden und umsetzen.

Kognitive Kompetenzen und Ressourcen

Förderung der kognitiven Kompetenzen und Ressourcen passiert hauptsächlich dadurch, dass unsere Kinder einfach so viele Erfahrungen wie möglich sammeln. Sie müssen sich ausprobieren können und experimentieren dürfe. Was funktioniert und was nicht?

Dennoch ist es wichtig, dass wir ihnen zur Seite stehen und für sie da sind, wenn sie unsere Unterstützung benötigen. So können sie selbst Erfahrungen machen und ihre Selbstständigkeit und Autonomie ausüben und üben, aber haben auch uns als Sicherheit im Rücken.

Verantwortung

Verantwortung lernen Kinder am besten, wenn sie auch Verantwortung übernehmen dürfen. Hierzu eignen sich prima kleine Aufgaben im Haushalt. Alles, was zur Selbstständigkeit beiträgt, ist hier natürlich optimal. Natürlich am besten, wir kombinieren es dann auch noch mit einem Belohnungssystem. Wie einer Belohnungstafel (Werbung). Das veranschaulicht unseren Kindern den Fortschritt und motiviert sie noch zusätzlich, eine Aufgabe länger durchzuziehen.

Lernmethodische Kompetenz

Zum Erlernen des Lernens ist es wichtig, dass sich unsere Kinder ausprobieren können. Am besten lernen Kinder, wenn sie es selbst erfahren und selbst handeln können. Sie können mit den verschiedenen Sinnen lernen, aber auch verschiedene Perspektiven und die Erweiterung der Möglichkeiten, die sie haben, sind hier wichtig.

Kinder benötigen unterschiedlich lange und haben auch unterschiedliche Vorlieben beim Lernen. Manche lernen genauer in Bewegung, andere mit visueller Unterstützung und wieder andere müssen es hören. Durch das Ausprobieren verschiedener Methoden merken Kinder und Eltern es schnell, was ihnen guttut. Die Motivation durch Aberkennung und Lob spielt beim Lernen eine wichtige Rolle. Wie Sie Ihr Kind loben können und was Sie dabei vermeiden sollten, können Sie hier nachlesen.

Was gibt es für Bildungsbereiche?

Bildung ist nicht das Füllen von Fässern,
sondern das Entzünden von Flammen.

Heraklit

Bildungsbereiche sind all jene, die die ganzheitliche Förderung von Kindern in festgelegten Lehrplänen, genauer gesagt Bildungsplänen, beschreiben. Diese Pläne werden von den Bundesländern für alle Bildungsstufen vorgegeben. Dabei können einzelne Institutionen auch bestimmte Schwerpunkte wählen, in denen ein Bildungsbereich intensiver durchgenommen wird als andere. Die sechs großen Bildungsbereiche, an denen sich Lehrpläne orientieren, sind:

  • Sprache und Kommunikation
    Sprache ist essenziell für eine gesunde Entwicklung. Sie ermöglicht uns, mit anderen in Kontakt zu treten und eigne Bedürfnisse und Anliegen zu äußern. Am einfachsten wir Sprache mit Übungen im Alltag gefördert. Es ist wichtig, sogenannte Sprachanlässe für unsere Kinder zu schaffen. Also verschiedene Möglichkeiten und Zeitpunkte, bei denen sie die Chance haben zu erzählen und in einen Dialog zu treten. Das gemeinsame Essen eignet sich gut oder am Abend den Tag Revue passieren zu lassen zum Beispiel.
  • Wahrnehmung und kognitive Entwicklung
    Auch hier gilt, lassen Sie Ihr Kind tun und Erfahrungen sammeln. Wenn möglich, mit allen Sinnen. Angreife, riechen, genau beobachten oder auch mal schmecken sind wesentliche Grunderfahrungen. So eignen sich unsere Kinder nach und nach schrittweise immer mehr Wissen um sich und ihre Umwelt an. Spaß und Neugierde stehen anfänglich im Vordergrund und sichern auch später die Lernmotivation. Immer wieder neue Impulse zu setzen, neue Erfahrungen zu ermöglichen und Ungewöhnliches zu erleben hilft unseren Kindern neue Denkweisen und Blickwinkeln zu erschließen.
  • MINT
    MINT steht für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Hier dreht sich also um die Bildung in diesen Bereichen mit einem mathematisch-technischen Zugang. Einzelne Kindergärten und Schulen haben sich bereits auf diesen Zweig spezialisiert. Mehr darüber habe ich in diesem Beitrag für Sie, inklusive Bildungseinrichtungen.
  • Soziale und emotionale Entwicklung
    Wie sich Gefühle zeigen, bei sich selbst und bei anderen, was sie mit einem machen und wie wir damit umgehen ist ein schwieriger Lernprozess, denn Kinder vorwiegend im Kindergartenalter, aber auch bis ins Erwachsenenalter hinein durchlaufen. Sie müssen Erfahrungen sammeln und ausprobieren. Die Emotionen für das Kind zu beschreiben und alternative Wege aufzuzeigen, hilft ihnen bei der Entwicklung der Frustrationstoleranz und des Selbstbewusstseins, sowie der Selbstwahrnehmung. Das Gleiche gilt natürlich für die soziale Entwicklung. Wir Menschen müssen erst lernen, wie wir uns in einer Gruppe einfügen und durchsetzen können. Auch, was wann notwendig ist, müssen sich unsere Kinder erst durch Erfahrung und Begleitung durch uns Erwachsene erarbeiten. Gemeinsames Spielen und klare Kommunikation hilft in beiden Fällen.
    Zur Unterstützung können Sie auch ein Emotionsparameter (Werbung) einsetzen. So wird Ihr Kind zum Nachdenken und Sprechen über seine Gefühle angeregt. Das kann natürlich auch beim Reflektieren über Auseinandersetzungen mit anderen helfen. Mehr zu diesem Thema und spezielles über Wut können Sie hier in meinem Beitrag: «Kindern Wut erklären und richtig damit umgehen« nachlesen.
  • Kreativität
    Malen, basteln, singen, tanzen, freies Spiel und Rollenspiel. Fast alles im Alltag unserer Kinder kann zum Anregen der Fantasie und der Kreativität genommen werden. Besonders das freie Spielen und Tun regt unsere Kinder dazu an, kreative Lösungen zu erfinden. Das hilft Ihnen später auch bei Problemen im Alltag. Um die Ecke denken, macht uns Menschen resilienter und flexibler.
  • Bewegung und Koordination
    Durch Bewegung wird nicht nur die Motorik, die Ausdauer und die Muskeln selbst trainiert, es ermöglicht unseren Kindern auch den Aufbau eines guten »Selbstbewusstseins und vermittelt zusätzlich Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz und Kooperationsvermögen. Alles bedeutungsvolle Eigenschaften, um sich in Gruppen zurechtzufinden.

Kinder fördern nach Alter

Jedes Alter hat so seine speziellen Schwerpunkte. Nicht unbedingt im Kompetenzbereich, sondern auch die Art und Weise, wie wir hier eingreifen und helfen können, unterscheidet sich etwas.

Babys von 0 bis 1 Jahr fördern

Auch Babys können natürlich schon gefördert werden. Frühförderung hat viele positive Aspekte, ist aber dennoch kein Muss. Viele Eltern möchten schon mit Babys spezielle Kurse besuchen. Dem spricht wenig dagegen, allerdings sollten Sie auch auf Ihre eigenen Anliegen dabei achten. Ich habe für Sie einen gesonderten Artikel über Babys Förderung und ob Kurse in dem Alter schon sinnvoll sind geschrieben.

Bei der Förderung von Babys geht es vor allem noch viel, um Sinneserfahrungen zu sammeln und natürlich um Bindung und das Gewöhnen an neue Reize.

Kleinkinder von 1 bis 3 Jahren fördern

Das Kleinkindalter erstreckt sich ab einem Jahr bis zum Vorschulalter von 3 Jahren. Es ist eine sehr spannende Zeit, in der unsere Kinder enorm viel lernen. Nicht alles muss aktiv erlernt werden, vieles entwickelt sich auch von selbst weiter. Auch in diesem Alter kommen schon die Basiskompetenzen und die sechs Bildungsbereiche zum Tragen.

Es ist schön, wenn Zeit und Ressourcen da sind, um Ihr Kind in den jeweiligen Kompetenzen zu fördern. Viel wichtiger ist allerdings, dass wir ihre Entwicklung begleiten und unterstützen. Das nimmt den Druck heraus und hilft unseren Kindern, ihre Fähigkeiten in den diversen Bereichen gut und sattelfest zu entwickeln.

Hier ist gerade auch Förderung auf der Basis von Montessori sinnvoll. In diesem Artikel finden Sie weitere Informationen, wie Kleinkinder mit Montessori gefördert werden können.

Wichtig dabei ist, dass unsere Kinder nicht auf sich allein gestellt, fällt es ihnen natürlich leichter und sie können sich zusätzlich dann auch noch bei der ein oder anderen Komponente vertiefen. Es gibt ihnen Sicherheit und Motivation, wenn sie uns an ihrer Seite wissen.

Das Fördern von Kleinkindern funktioniert am besten nebenbei im Spiel und orientiert such auch an den Vorlieben der Kinder. Manche kneten lieber mit Knete, andere bauen lieber Türme und wieder andere mögen alles, solange es mit Traktoren oder Einhörner zu tun hat. Wie es hier im Haus der Fall ist. Es ist also empfehlenswert, diese Vorlieben dann ins Spiel einzubauen und Materialien zu suchen, die eine Fähigkeit fördern und bei denen das Lieblingsobjekt beispielsweise vorkommt. Wir haben unter anderem das MiniLÜK (Werbung) für Kleinkinder von der Sendung mit der Maus, weil das meine Kinder einfach super finden.

Kindergartenkinder von 3 bis 5 Jahren fördern

Auch Kindergartenkinder können in allen Basiskompetenzen und Bildungsbereichen schon gefördert werden. Hier ist eine gute Absprache und Zusammenarbeit zwischen Pädagogen und Eltern wichtig. Zu wissen, was schon gemacht wurde und wie die speziellen Interessen liegen ist nämlich auch wichtig und ausschlaggebend für das Fördern unserer Kinder. Setzen wir dort an, was sie besonders interessiert, sind sie nämlich viel motivierter und haben viele Erfolgserlebnisse und positive Erfahrungen. Und das stellt wiederum das weitere Lernen und die Lernmotivation sicher. Kinder sind vom Grund auf neugierig und haben Spaß am Entdecken und Erforschen. Unsere Aufgabe ist es, dies aufrechtzuerhalten und so unsere Kinder zu fördern.

Je jünger unsere Kinder sind, desto mehr sollten Bewegung und Sinne eine Rolle beim Lernen und Fördern spielen. Am sinnvollsten ist es, ein Thema nach dem anderen zu wählen und dies auf unterschiedliche Weise zu erarbeiten und für die Kinder erfahrbar zu machen. Ist das Thema etwa Frühlingsblumen, können Blumen in der Natur beobachtet werden, auf Ausmalbilder bemalt, getrocknet werden, Blumen angebaut werden oder gebastelt, aber auch verschiedene Spiele wie ein Blumenmemory oder Blumenpuzzle bieten sich hier an. Auch kleine Arbeitsheftchen, die mehrere Aufgaben zum Thema vereinen, sind super, um Kinder in einem speziellen Gebiet zu fördern.

Natürlich habe ich noch mehr Beitrag, die genauer auf unterschiedliche Aspekte und Probleme eingehen, für Sie verfasst. Hier finden Sie einen Überblick.

Vorschulkinder von 5 bis 6 Jahren fördern

Vorschulkinder sollen vorwiegend auf die Schule vorbereitet werden. Hier ist es also ratsam, erste positive Erfahrungen mit den grundlegenden Schulfächern sammeln zu können. Normalerweise wird das auch schon im Kindergarten im letzten Jahr gemacht. Auch im Vorschuljahr ist es wichtig, dass wir unsere Kinder ohne Druck und mit viel Spaß motivieren. Erste Aufgaben und erstes Heranführen an Buchstaben und Zahlen, aber auch an konzentriertes und selbstständiges Arbeiten sind nun Schwerpunkte.

Wie schon zuvor ist es auch jetzt ratsam, das Lernmaterial in unterschiedlichen Arten zu präsentieren und so immer weiter zu vertiefen. Zahlen können unter anderem aufgelegt werden, aber auch mit Knete geformt werden, in Sand geschrieben werden, aus unterschiedlich rauen und weichen Textilien ausgeschnitten und befühlt werden und noch vieles mehr. Das macht Kinder Spaß, weckt die Neugierde und fördert so unsere Kinder nachhaltig.

Volksschulkinder von 6 bis 10 Jahren fördern

Besonders in der ersten Klasse ist die Herausforderung für Kinder noch sehr groß. Die Umstellung von Kindergarten zur Volksschule ist für viele Kinder sehr groß und daher auch in gewissem Maß belastend. Aber auch wir Eltern stehen vor dieser Veränderung, da sie meist auch unseren Alltag beeinflusst.

Es ist daher wichtig, uns und unseren Kindern Zeit zu geben, sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen. Damit unsere Kinder zuverlässig lernen und wir sie auch dort fördern können, wo unsere Kinder es benötigen, ist es ebenso wichtig Pausen einzuhalten und wirklich freie Zeit für unsere Kinder einzuplanen. Sollten Sie Tipps benötigen, um Ihr Kind beim Lernen selbst zu fördern, lesen Sie hier nach.

Teenager von 11 bis 17 Jahren fördern

Teenager sind ein wenig, wie Erwachsene, aber auch ein wenig noch wie Kinder. Tatsächlich befinden sie sich im Übergang zum Erwachsen werden und das bringt viele Veränderungen mit sich. Manchmal fühlen sich Teenager bevormundet, weil sie sich selbst als alt genug empfinden und bei anderen Situationen fühlen sie sich alleingelassen.

Es ist für sie und für uns Eltern ein schwieriger Balanceakt. Wir müssen unseren Kindern vertrauen und sollten ihnen auch was zutrauen. Um unsere Kinder in diesem Alter zu fördern, ist das Fördern der Selbstständigkeit und der Autonomie wesentlich. Wir müssen ihnen beibringen, sich selbst zu helfen.

Und alles sollte mit starkem Praxisbezug erfolgen. Besonders Teenagern ist das „wofür“ wichtig. Wenn sie ein Thema oder ein Fach interessiert, ist das meist recht einfach. Umso wichtiger ist dieser Praxisbezug aber bei Lernstoff, der sie nicht so interessiert. Das Einbinden in praktische Anwendung und der alternative Weg der Darbietung hebt die Motivation und sorgt für erhöhtes Interesse.

Auch im Teenageralter sind Wochenpläne noch sehr sinnvoll. So können sich unsere Kinder besser auf anstehende Termine einstellen und selbstständig ihre Zeit drumherum planen. Das Fördern unserer Kinder in Selbstständigkeit und Unabhängigkeit ist zwar in jedem Alter wichtig, im Teenageralter wird es aber erneut von unseren Kindern selbst strikt eingefordert und bildet somit die Basis des Förderns. Was Sie genau aber tun können, wenn Ihr Teenager nicht lernen möchte, habe ich hier für Sie zusammengeschrieben.

Konzentration und Aufmerksamkeit sind ein weiterer besonderer Punkt im Jugendalter. Hier gibt es so manche Veränderung, die zu einer Verminderung der Konzentration in der Pubertät führt. Genauere Informationen finden Sie hier.

Erwachsene Kinder ab 18 Jahren fördern

Eltern sein endet nicht mit der Volljährigkeit unserer Kinder. Wir sind unser Leben lang Eltern. Und den Großteil davon haben wir erwachsene Kinder. Natürlich ist es ein enormer Unterschied, wie wir mit unseren erwachsenen Kindern umgehen. Hoffentlich zumindest.

Aber auch erwachsene Kinder benötigen manchmal uns Eltern. Ja, vereinzelt kann es sogar vorkommen, dass wir unsere erwachsenen Kinder fördern müssen. Manchmal kann es mit Geld sein oder mit Zeit. Weil wir auf unsere Enkelkinder schauen müssen oder den Hund unserer Kinder Gassi führen. Dennoch sollten diese Situationen natürlich die Ausnahme bilden. Sie sind erwachsen und das müssen wir akzeptieren.

Unsere erwachsenen Kinder unterstützen ist gut und wichtig, aber es darf auf keinen Fall unsere Grenzen überschreiten und unsere Bedürfnisse in den Hintergrund stellen. Aber was ja fördern eigentlich ist nämlich, ihnen zu helfen, sich selbst zu helfen und weiterzuentwickeln. Das ist essenziell und kann uns nur durch eine gute Eltern-Kind-Beziehung helfen, die wir all die Jahre mit unseren Kindern aufgebaut haben.

Es ist nämlich dafür notwendig, dass sie sich uns anvertrauen und unsere Meinung schätzen. Wir können sie dann anregen, ihre Situation zu überdenken, in Diskussionen treten, Alternativen wälzen und gemeinsam Pläne schmieden und konstruktiv nach Lösungen suchen. Das ist es, was das Fördern unserer Kinder ausmacht. Genauso noch im Erwachsenenalter.

Persönlichkeit fördern

Wir können natürlich nicht nur die einzelnen schulischen Fähigkeiten unserer Kinder fördern, sondern auch die Persönlichkeit. Damit meine ich vor allem, die Sichtweise auf sich selbst und das, was unsere Kinder über sich wissen. Beides sind essenzielle Punkte, die sich auch auf alle anderen Bereiche auswirken und in ihnen niederschlagen.

Was ist die Selbstkompetenz?

Die Selbstkompetenz ist das Wissen über die eignen Fähigkeiten, also die eignen Kompetenzen. Kinder erleben sich als eigenständige Person und wissen um ihr Können. Es ist die Wahrnehmung des eignen Könnens und Wissens.

Sie wissen beispielsweise, wie viel Kraft sie aufwenden müssen, um über eine Pfütze zu springen. Die Körperwahrnehmung ist nämlich ein Teil der Selbstkompetenz. Kinder wissen aber auch genau, was sie schon gelernt haben. Zum Beispiel, wenn ein Kind die verschiedenen Frühblüher benennen kann und ein Pädagoge fragt danach, ist es wahrscheinlich, dass das Kind aufzeigt oder das Wissen anders kundtut (zumindest, wenn es sich traut).

Teilbereiche der Selbstkompetenz

Die folgenden Teilbereiche bilden die Selbstkompetenz:

  • Körperwahrnehmung und Körperbewusstsein
  • Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse
  • Kommunikation (sprachlich, bildlich oder auch mit anderen Techniken)
  • Selbstständigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer
  • Frustrationstoleranz (Umgang mit Frust)

Schon von klein an werden diese Teilbereiche von unseren Kindern täglich in den verscheiden Situationen des Alltags geübt. Durch Erfahrungen, Irrtum und Erfolg entsteht so in unseren Kindern ein Bild über ihre eigenen Kompetenzen.

Was ist Selbstwert?

Selbstwert, auch Selbstwertschätzung genannt, ist die Bewertung des Bildes von sich selbst (Selbstkonzept) und damit eine grundlegende Einstellung gegenüber der eigenen Person.

Dorsch, Lexikon der Psychologie

Der Selbstwert ist also die übergeordnete Wahrnehmung von uns selbst. Der Selbstwert ist meist nicht vollkommen objektiv, sondern ergibt sich natürlich daraus, wie wir uns subjektiv einschätzen. Den Selbstwert gibt es als Einschätzung über uns selbst, als gesamte Person oder aber auch für einzelne Fähigkeiten oder Aufgaben.

Je nachdem, ob ich mich zum Beispiel beim Laufen für gut einschätze oder nicht, fallen auch meine Erwartungen aus, wenn ich zu einem Wettlauf antrete. Unser Selbstwert beeinflusst also unser Denken und unsere Handlungen wesentlich. Daher ist es wichtig, unsere Kinder gerade darin zu fördern. Tipps zum Selbstwert stärken, finden Sie in meinem Beitrag hier.

Über sich selbst lernen

Über sich selbst zu lernen, ist ein wichtiger Eckpfeiler, um unsere Kinder zu fördern. Das lernen über unseren Körper, was sich darin tut und was wir mit unserem Körper alles tun können, zählt zur Selbstwahrnehmung und zur Selbstkompetenz. Kinder erforschen schon im Babyalter ihren Körper. Aber alles können sie natürlich nicht allein erschließen. Es ist daher ratsam, wenn sich die Gelegenheit ergibt, die unterschiedlichen Themen unseren Körper betreffend anzusprechen. Natürlich eignen sich auch Kinderbücher (Werbung) und Spiel hervorragend als Anlass.

Aber nicht nur unser physischer Körper ist für unseren Selbstwert und zum Lernen über sich selbst wichtig. Auch alle Emotionen und alle kognitiven Fähigkeiten und das Wissen darüber sollten wir unseren Kindern näher bringen (siehe Selbstwert). Emotionen erklären und mit Kindern darüber sprechen, finden Sie in einem gesonderten Artikel.

Wissbegierige Kinder fördern

Fast alle Kinder sind wissbegierig. Das ist eine förderliche Eigenschaft, die Lernen und Forschen bei uns Menschen sicherstellt. Dennoch ist es natürlich auch für uns Eltern anstrengend, wenn unser Kind ständig nachfragt oder etwas Unbekanntes ausprobieren will. Um diese Neugierde aufrechtzuerhalten und unsere Kinder dadurch zu fördern, ist es aber genauso wichtig eine Balance zwischen diesem Bedürfnis und unserem zu finden.

Ja, wir Eltern und auch Pädagogen sollten so viel wie möglich Fragen beantworten und unseren Kindern das beibringen, was sie wissen wollen oder auch wissen müssen. Aber, nicht rund um die Uhr.

Tipp
Machen Sie einen Plan oder einen Eintrag im Tagesplan, wenn im Moment nicht genug Zeit für Fragen oder Experimente ist.
Versuchen Sie passende Kurse oder Workshops für die Interessen Ihres Kindes zu finden.
Recherchieren Sie gemeinsam in Kinderzeitschriften oder anderen kindgerechten Medien. 

Lernen fördern

Das Lernen selbst zu fördern, ist wichtig, damit die Kinder nicht die Freude daran verlieren. Lernen ist anstrengend und nicht immer tritt das Ziel, eine gute Note, ein. Zusätzlich müssen unsere Kinder auch Sachen lernen, die sie eigentlich nicht interessieren.

Mit der Zeit kann so Lernen eher Frust und Ablehnung auslösen. Alles, was wir nicht mögen und was noch dazu anstrengend und wenig zielführend ist, wird von uns Menschen gerne vermieden. Daher ist es ratsam, auch das Lernen selbst immer wieder zu fördern. Und so gelingt’s:

  • Anwendung des Lernstoffes im Alltag
  • Anerkennung und Lob für das Lernen selbst geben
  • Belohnungssystem fürs Lernen selbst machen
  • Fixe Zeiten festlegen
  • Pausen machen und einplanen
  • Genug freie Zeit einplanen als Ausgleich
  • Unterstützung anbieten, Kind nicht allein lassen
  • Lernmaterial strukturieren
  • Ungestörten Platz zum Lernen zur Verfügung stellen
  • Schreibtisch anregend gestalten
  • Lernmaterial auf unterschiedliche Arten aufbereiten
  • Lerngruppen besuchen/ organisieren

Alle Punkte dienen dazu, die Motivation zum Lernen zu erhöhen. Probieren Sie unterschiedliche Taktiken aus und wechseln Sie diese auch ab. Schimpfen und andere negative Erfahrungen im Zusammenhang mit Lernen sollten eher vermieden werden.

Lernen verbessern

Wie können wir das Lernen aber generell verbessern? Jeder lernt anders. Es gibt unterschiedliche Lerntypen. Manche Menschen lernen gründlich mit bildlicher Unterstützung, andere müssen den Lehrstoff hören und wieder andere merken sich Inhalte besser, wenn sie sich beim Lernen bewegen.

Seinen individuellen Lerntyp zu finden, ist wichtig für die gesamte Lernerfahrung. Wenn wir wissen, wie wir uns leicht tun beim Lernen, fällt es uns leichter, ist nicht so anstrengend und führt dadurch zu einer positiveren Erfahrung.

Grundvoraussetzungen für das Lernen

Um zuverlässig lernen zu können, sollten die folgenden Bedingungen erfüllt sein:

  • Ruhige Umgebung
  • Fixer Lernplatz
  • Fixe Lernzeiten
  • Übersichtliche Gestaltung des Lernplatzes mit wenig Ablenkung
  • Keinen Hunger, Durst, Müdigkeit
  • Regelmäßige Pausen

Die 4 Lerntypen

Die meisten Menschen können nicht direkt zu einem Typ zugeordnet werden, sondern sind Mischtypen. Das heißt, es können auch zwei oder gar mehr Lerntypen auf Sie oder Ihr Kind zutreffen. Zu wissen, wie Sie oder Ihr Kind genauer lernt, hilft Ihnen, die Motivation hochzuhalten und schneller und leichter zu lernen.

  1. Visueller Lerntyp:
    Hier wird lernen durch das Sehen und beobachten bevorzugt. Bilder, Diagramme und Skizzen helfen beim Verständnis. Aber auch die Gesten und Mimik des Vortragenden unterstützen visuelle Lerntypen. Schriftliche Aufzeichnungen sind hier ebenso wichtig.
  2. Auditiver Lerntyp:
    Menschen mit auditiver Präferenz lernen zuverlässigsten durch Hören. Am besten Sie bekommen den Lernstoff von anderen vorgetragen oder bekommen eine ausführliche mündliche Erklärung. Notizen sind hier nicht so wichtig.
  3. Haptisch-kinästhetischer Lerntyp:
    Diese Menschen sollten das Lernmaterial angreifen oder sich während des Lernens bewegen können. Vor allem die Bewegung mit den Händen bringt einen guten Lernerfolg. Angreifen und befühlen sind hier ratsam. Ist das nicht möglich, weil es sich um abstrakten Lernstoff handelt, können auch Rollenspiele gemacht werden oder etwas selbst aufgezeichnet oder zumindest aufgeschrieben werden.
  4. Kognitiv-intellektueller Lerntyp:
    Bei diesem Lerntyp sollte der Lernstoff selbst gelesen und aktiv durchgedacht werden.
  5. (Kommunikativer Lerntyp):
    Der kommunikative Lerntyp wurde erst später beschrieben und postuliert, dass es auch Menschen gibt, die durch Diskussionen und durchbesprechen besser lernen können.

Kinder durch Spiele fördern

Eine simple und lustige Methode, unsere Kinder zu fördern, ist durch Spiele. Für fast alle Kompetenzen gibt es auch Spiele. Das praktische ist, Spiele bieten meist einen anderen Ansatz als den Kindern in der Schule geboten und so lernen sie nebenbei und ohne großen Druck dahinter.

Wie fördern Spiele Kinder?

Jedes Spiel fördert unsere Kinder. Viele Spiele haben eine Angabe zum Förderbereich in der Beschreibung. Beinahe alle Spiele fördern auf jeden Fall das Regelbewusstsein, das schlussfolgernde Denken, Konzentration, Ausdauer und die Frustrationstoleranz. Unsere Kinder müssen sich bei fast jedem Spiel an bestimmt Regeln halten und auch die Einhaltung der Regeln der anderen beachten.

Noch dazu kommt, dass es bei allen Spielen kleine Taktiken gibt, wie wir gewinnen können. Das finden unsere Kinder recht rasch heraus. Das regt sie also auch gleich zum Schlussfolgern an. Natürlich müssen unsere Kinder auch aufpassen, wann sie dran kommen, was gerade die anderen Spieler machen und vieles mehr. Das fördert die Konzentration und das Dabei belieben ebenso die Ausdauer.

Anfänglich müssen wir unseren Kindern noch oft sagen, wann sie dran sind. Mit der Erfahrung schaffen sie es aber dann auch selbst. Verlieren oder Rückschritte im Spiel machen ist für unsere Kinder natürlich nicht einfach, dennoch eine wichtige Erfahrung. Sie erfahren, was es bedeutet sich zu ärgern und wie sie diesen Frust ausleben und damit umgehen können, sodass es auch für andere passt.

Je nach Spiel gibt es dann natürlich noch die augenscheinliche Förderung der unterschiedlichen Kompetenzen, wie Bewegung, logisches Denken, Reaktionsgeschwindigkeit, Rechnen usw.

Kinder werden durch Spiele gesamt gefördert. Dazu zählen aber nicht nur gekaufte Spiele, sondern das Spielen im Generellen. Also auch Rollenspiele, Fantasiespiele, Bewegungsspiele. Spielen fördert Kinder in der Entwicklung. Aber Spiele schaffen ihnen Freiräume und auch Pausen, zum Verarbeiten des Gelernten, des Erlebten und einfach auch zum Abschalten und Erholen davon. Alles bedeutungsvolle Komponenten zum Kinder Fördern.

Was lernen Kinder durch Gesellschaftsspiele?

Alle Arten von Spiele und Spielen sind für unsere Kinder wichtig, denn so lernen sie. Gesellschaftsspiele fangen so ab zweieinhalb Jahren schön langsam an, für unsere Kinder interessant zu werden. Am Beginn sind die Spiele natürlich noch recht einfach, aber dennoch haben alle, auch die vermeidlich einfachen, eine fördernde Komponente für unsere Kinder.

Gesellschaftsspiele werden nämlich, wie der Name schon sagt, mit anderen gespielt. Zuerst wahrscheinlich nur mit Mama oder Papa, später dann mit anderen Kindern. Das fördert im Speziellen den Umgang mit Frust und den Umgang mit einer Wettbewerbssituation. Frustrationstoleranz und Einfühlungsvermögen sind also besonders bei Gesellschaftsspiel sehr wichtig.

Auch, wenn es anfänglich unseren Zwergen noch nicht so gut gelingen mag, lernen sie doch jedes Mal durch die Erfahrungen, die sie beim Spielen machen dazu. Optimal ist es natürlich, wenn wir sie dabei unterstützen und ihnen erklären, warum sie jetzt so wütend waren und wie sie mit ihrer Wut in diesem Fall umgehen könnten. Das erleichtert unseren Kindern dann natürlich den Lernprozess und fördert so ihre soziale und emotionale Entwicklung zusätzlich.

Spiele zum Fördern für Kinder

Hier habe ich einige Spiele nach Altersgruppe aufgelistet, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe, vielleicht ist ja was für Sie dabei:

Spiel für Kleinkinder

Bambino LÜK (Werbung) : Beim LÜK Kasten gibt es Heftchen mit entsprechenden Aufgaben, welche dann durchs Legen von Antwortkärtchen kontrolliert werden können. Die Bambino Kästen eigen sich auch schon für Kleinkinder und gibt es zu unterschiedlichsten Fähigkeiten.

Motorikwürfel groß (Werbung): Der Motorikwürfel förder vorwiegend Grob- und Feinmotorik, aber natürlich auch Schlussfolgern und logisches Denken. Außerdem schult er die Raumwahrnehmung.

Spiele für Kindergartenkinder

MiniLÜK (Werbung): Beim LÜK Kasten gibt es Heftchen mit entsprechenden Aufgaben, welche dann durchs Legen von Antwortkärtchen kontrolliert werden können. Die MiniLÜK Kästen eigen sich auch hauptsächlich für Kindergartenkinder und gibt es zu unterschiedlichsten Fähigkeiten.

140 Übungen für soziales Lernen (Werbung): Besonders im Kindergarten steht soziales Lernen stark im Vordergrund. Hier können wir unsere Kinder optimal mit Übungen unterstützen.

Spiele für Volksschulkinder

Malbuch (Werbung): Auch Malbücher machen den meisten Kindern Spaß und eignen sich hervorragen zum Üben den Grafomotorik.

LÜK Kasten (Werbung): Beim LÜK Kasten gibt es Heftchen mit entsprechenden Aufgaben, welche dann durchs Legen von Antwortkärtchen kontrolliert werden können.

Spiele für Jugendliche

Achtsamkeitskarten (Werbung): Diese Karten sind für alle Altersstufen super, wenn es um die Aufmerksamkeit über sich selbst geht. Perfekt zum Üben.

Selbstakzeptanz Schatzkiste (Werbung): Besonders im Jugendalter fällt es den meisten Teens schwer, sich selbst zu akzeptieren. Der Vergleich mit anderen ist hier ganz stark im Vordergrund. Diese Schatzkiste bietet viele tolle Übungen für Ihr Kind und vor allem auch für Ihren Teenager.

Kinder fördern nach Örtlichkeit

Auch der Ort der Förderung ist wichtig beim Fördern unserer Kinder. Denn je nachdem, wo unsere Kinder sich aufhalten, sind andere Aspekte wichtig. Klar, im Kindergarten und in der Schule haben wir als Eltern nicht den gleichen Einfluss wie zu Hause, aber dennoch können wir auch hier aktiv fördern.

Kinder zu Hause fördern

Kinder zu Hause fördern ist oft notwendig, da die Zeit in Schule und Kindergarten natürlich nicht für alles reicht. Was gefördert wird, hängt aber stark vom Kind ab. Manche Kinder brachen Unterstützung in schulischen Angelegenheiten. Andere Kinder benötigen Sport und Bewegung und wieder andere vermehrt Unterstützung, mit Freundschaften oder ihren Gefühlen.

Kinder sind so unterschiedliche, dass sich natürlich nicht sagen lässt, was für welches Alter gut wäre. Sie als Elternteil sind der Experte für Ihr Kind und wissen auch am besten, worin Ihr Kind mehr Unterstützung braucht oder in was Sie sich vertiefen sollten. Wie schon mehrmals erwähnt, soll hier vorwiegend der Spaß und die Freude am Tun im Vordergrund stehen. Das schafft Ausgleich zum schulischen Alltag und hebt die Motivation zum Lernen im Generellen.

Freizeit muss auch freie Zeit bleiben. Fußballspielen und Musikschule sind, obwohl es nicht in der Schulzeit stattfindet, keine Freizeit. Kurse, Vereinsbesuche und alles, wo sich unsere Kinder nicht frei und Vorgabe beschäftigen können, zählt auch nicht zur Freizeit. Wir übersehen das gerne, weil in unserer Gesellschaft Freizeit gleichgesetzt wird mit der Zeit nach der Arbeit oder der Zeit nach der Schule.

Fördern in der Freizeit ist also eigentlich kaum möglich, da es an Vorgaben gebunden ist. Die Unterscheidung fällt hier aber natürlich schwer und ist nicht immer genau zu ziehen. Wenn unser Kind gerade Lust hat, mit uns ein Spiel zu spielen, und es wird ein Spiel gespielt, das natürlich auch fördert, ist das ja genau genommen trotzdem fördern in der Freizeit.

Man sollte nur die Anstrengung im Auge behalten und sich bewusst machen, dass solche Spiele natürlich für unsere Kinder anstrengend sind und sie viel dabei lernen. Dementsprechend sind danach Pausen und eine Abwechslung notwendig und wichtig. Wenn wir das im Auge behalten, stellt es natürlich kein Problem dar und ist für unsere Kinder optimal, da es mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne jeglichen Druck passiert.

Kinder fördern im Kindergarten

Wie ich oben schon ausgeführt habe, gibt es eine Menge Kompetenzen, welche im Kindergarten gefördert werden können. Aber was können wir als Eltern dazu beitragen? Hierzu ist eine gute Pädagogen-Elternkommunikation wichtig.

Nicht immer verhalten sich unsere Kinder im Kindergarten gleich wie zu Hause. Einfach, weil auch die Gegebenheiten natürlich völlig unterschiedliche sind. Der Austausch ist darum angebracht. So können Eltern und Pädagogen besser an einem Strang ziehen und die jeweils andere Förderung ergänzen. In der Gruppe können natürlich Kompetenzen ganz anders geübt werden als allein zu Hause. Beides ist aber wichtig und sinnvoll.

Kinder fördern in der Schule

Auch, wenn unsere Kinder bereits in der Schule sind, braucht es einen guten Austausch zwischen Lehrer und Eltern. So können Schwierigkeiten oder auch Potenziale rascher erkannt werden und entsprechend gefördert. In der Regelklasse ist es einfacher, Probleme allgemein zu vermitteln und in der Gruppe zu üben. Oder auch allgemeines Wissen und Aufgaben zu bekommen und dann verstärkt mit den Eltern das Thema zu intensivieren und es an den Alltag anzuknüpfen.

Wir Eltern sollten also die Förderung unserer Kinder nicht allein den Lehrern überlassen, sondern mit ihnen gemeinsam ein Konzept erstellen, in dem wir uns dann ergänzen können.

Fazit

Unsere Kinder zu fördern ist sinnvoll und bringt sie weiter, allerdings braucht es eine Reihe wichtiger Faktoren dafür. Wer Druck aufbaut und wenn das Lernen mit Stress und Ärger verbunden ist, schadet es unseren Kindern nur anstatt Ihnen zu helfen. Förderung bedeutet, einen anderen Ansatz zu wählen als den schulischen und sich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen, dass das Interesse geweckt wird und die Motivation gehoben wird. Durch Alltagsbezug und kreative Methoden gelingt das fast in allen Bereichen.

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